Auftaktveranstaltung zur Novellierung des „Masterplan Hamburger Finanzwirtschaft“
Mit rund 50 Vertreterinnen und Vertretern aus Banken, Versicherungen, FinTechs, Wissenschaft, Verwaltung und Realwirtschaft ist in der Handelskammer Hamburg der Startschuss für die Novellierung des „Masterplans Hamburger Finanzwirtschaft“ gefallen. Der neue Masterplan soll den Finanzstandort bis 2030 und darüber hinaus als innovativen, wettbewerbsstarken und nachhaltigen Standort positionieren – und baut dabei konsequent auf breiter Beteiligung der zentralen Akteure auf.
Vom ersten Masterplan zu neuen Realitäten
Der erste und aktuelle Masterplan Finanzwirtschaft wurde 2021 partnerschaftlich von der Finanzbehörde Hamburg, der Handelskammer Hamburg und dem Finanzplatz Hamburg e.V. aufgesetzt – unter den damals herausfordernden Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie. Viele Ziele konnten erreicht werden, etwa in der Förderung von Sustainable Finance-Aktivitäten, dem Ausbau der ökonomischen Bildung oder mit dem Programm InnoFinTech. Mit der Gründung der FCH Finance City Hamburg GmbH als Clusterorganisation wurde zudem eine zentrale Akteurin geschaffen, um den Finanzstandort strategisch weiterzuentwickeln.
Heute steht der Hamburger Finanzstandort vor neuen Dynamiken: Digitalisierung und KI-Transformation, wachsende Anforderungen im Rahmen des Klimawandels, Fachkräftemangel, regulatorische Richtlinien sowie ein intensiver Wettbewerb mit anderen europäischen Finanzstandorten erfordern eine strategische Neuausrichtung. Genau hier setzt der novellierte Masterplan an – als gemeinsamer Rahmen für die nächsten Jahre.
Starke Partner, klares Signal
Eingeladen hatten die Finance City Hamburg, die Behörde für Finanzen und Bezirke, die Handelskammer Hamburg und der Finanzplatz Hamburg e.V. – ein Partnerquartett, das den Masterplan-Prozess institutionell wie inhaltlich breit trägt. In ihren Grußworten hoben Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Malte Heyne sowohl die Erfolge der vergangenen Jahre als auch die gewachsene Bedeutung des Finanzstandorts hervor.
Im anschließenden Impulspanel setzten Laura Marie Edinger-Schons (Universität Hamburg), Dr. Svenja Richartz (HVB e.V.), Jan Bringezu (Gravning) und Dr. Andreas Dressel wichtige inhaltliche Akzente für die Weiterentwicklung des Finanzplatzes. Im Fokus standen die Sicherung und Bindung von Fachkräften, eine noch engere Verzahnung von Real- und Finanzwirtschaft sowie das Ziel, den Frauenanteil in der Hamburger Finanzwirtschaft spürbar zu erhöhen – Themen, die den Rahmen für den „Masterplan Finanzwirtschaft 2.0“ maßgeblich mitprägen werden.
Gemeinsam den Finanzstandort weiterdenken
Die Auftaktveranstaltung markiert den ersten Meilenstein in einem mehrstufigen Prozess zur Fortschreibung des Masterplans Hamburger Finanzwirtschaft. Nach bereits abgeschlossenen Stakeholder-Interviews folgen nun mehrere thematische Workshops, in denen Vertreterinnen und Vertretern aus Finanzwirtschaft, Realwirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zentrale Handlungsfelder wie Sustainable Finance, Internationalisierung, KI-Transformation, finanzielle Bildung und Strukturwandel vertiefen und in konkrete Maßnahmen überführen. Ein besonderer Dank gilt hierbei zukunft zwei, die den Prozess mit ihrer fachlichen Begleitung unterstützen.
Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses werden uns als Grundlage für die Finalisierung des neuen Masterplans dienen. Deutlich geworden ist schon jetzt: Hamburg verfügt über ein engagiertes Netzwerk an Akteurinnen und Akteuren, das die Stärken des Standorts – die Nähe zur Realwirtschaft, die starke Wissenschaftslandschaft und ein dynamisches Innovationsökosystem – gemeinsam ausbauen will.
Weitere Impressionen: